Dank einer Cloud-Infrastruktur ist es möglich, das Product Information Management datensicher und Standort-unabhängig anzubieten.

Nur Vorteile - warum das PIM in der Cloud gut aufgehoben ist

Nach einer anfänglichen Zurückhaltung haben deutsche Unternehmen inzwischen die Vorzüge der Cloud für sich entdeckt. Längst werden nicht nur Office-Anwendungen und Standardprogramme in der Cloud genutzt. Spezialanwendungen wandern ebenfalls aus hausinternen Rechenzentren ins Netz. Und für ein Product Information Management (PIM) ist dies ein sinnvoller Schritt.

Autor: Stephan Lamprecht

Wie eine Bitkom-Untersuchung aus dem Jahr 2019 zeigt, ist ein regelrechter Run auf die Cloud in deutschen Unternehmen ausgebrochen. Drei von vier Firmen greifen auf Rechenleistungen aus der Cloud zurück.

Die Cloud als Basis für die Digitalisierung

Wenig verwunderlich, liegen die zentralen Vorteile der Cloud bei genauerer Betrachtung auf der Hand: Skalierbarkeit, Flexibilität und Kostenvorteile sprechen für das Cloud Computing. Ob virtuelle Server oder Desktops, Speicherplatz oder Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS): Teilweise binnen weniger Minuten können Cloud-Anwendungen auf einen höheren Bedarf innerhalb eines Unternehmens angepasst werden.

Häufig genügen wenige Mausklicks, um weitere Benutzerkonten anzulegen oder zusätzliche Rechen- bzw. Speicherkapazitäten abzurufen. So reagieren Firmen flexibel auf geänderte Rahmenbedingungen und Geschäftsanforderungen. Gegenüber dem Betrieb in einem eigenen Rechenzentrum ist die Cloud in Sachen Flexibilität und Skalierbarkeit kaum zu schlagen. Da keine Hardware angeschafft werden muss, ergeben sich Kostenvorteile und somit Einsparpotentiale. In Zeiten angespannter IT-Budgets ein gewichtiges Argument für die Cloud. „Wir haben Cloud Computing bei der Viamedici Software GmbH schon vor Jahren als Treiber der digitalen Transformation erkannt. Für unsere Kunden geht es daher schon lange nicht mehr darum, ob der Einsatz der digitalen Wolke Sinn hat, vielmehr wie sich der Weg dorthin konkret realisieren lässt“, gibt Jürgen Müller, CEO Viamedici Software GmbH, zu verstehen.

Die Cloud schafft in einigen Branchen auch erst die Voraussetzungen für neue Geschäftsmodelle und die Digitalisierung. Immer mehr Markenhersteller und Industrieunternehmen entdecken den direkten Vertrieb für sich. Über die Cloud werden dann zentral Marktplätze und Shopping-Portale an eigene IT-Systeme angebunden. Mittels Sensoren des Internet der Dinge (IoT) können Firmen ihre Lieferketten lückenlos überwachen und dokumentieren. Eine Thematik, die etwa den Bereich Arzneimittel umtreibt, denn beim Transport empfindlicher Medikamente muss über den gesamten Prozess eine bestimmte Temperatur eingehalten werden. Die Temperatur-geführte Umweltmessung lässt sich natürlich auch via Cloud überwachen. Die Anbindung und Nutzung von Schnittstellen über die Cloud erleichtern in vielen Branchen die Zusammenarbeit zwischen arrivierten Unternehmen und Startups. Ein wichtiger Schritt zu mehr Agilität.

Die Cloud ist sicher

Auf dem Weg in die Cloud werden vielfach Sicherheitsbedenken als ein wesentliches Hindernis gesehen. Das Rechenzentrum im eigenen Unternehmen gilt Geschäftsinhabern und Management oft als die sicherste Form der Datenverarbeitung.„On-Premises ist sicherer als die Cloud“, diese Gleichung gehört zu den Mythen rund um das Cloud-Computing. Public-Cloud-Angebote aus den USA genießen unter Sicherheitsexperten hierzulande zurecht nicht den besten Ruf. Wer aber bei der Auswahl seines Cloud-Partners auf qualitativ hohe Serviceleistungen setzt, darf auch von hohen Sicherheitsstandards ausgehen, die in einer lokalen IT-Infrastruktur in der Regel nie erreicht werden können.

Premium-Anbieter, die beispielsweise mit Unternehmen aus der Energiewirtschaft oder dem Gesundheitswesen zusammenarbeiten, unterhalten schon aus Gründen der Compliance (z.B. IT-Sicherheitsgesetz) Rechenzentren, die den Hochsicherheitstrakten in Strafvollzugsanstalten gleichen. Niemand kommt ungesehen und unprotokolliert dort hinein oder wieder heraus. Das schließt Unternehmensspionage direkt im Rechenzentrum aus. „Klar, für unsere Kunden sind Datenschutz sowie Datensicherheit bei gleichzeitiger Flexibilität hinsichtlich der Kosten und Nutzerverwaltung fundamentale Säulen, um in die Cloud zu wechseln. Die Viamedici Cloud bietet dabei das derzeit einzige Rundumsorglospaket für jedes PIM-Projekt – mit dem Prädikat unbegrenzt sicher, unbegrenzt flexibel", so Jürgen Müller zur Viamedici-Cloudflexibilität. 

Dies gilt dann sinngemäß für den Datenzugriff selbst. Daten werden nach Klienten und damit Kunden getrennt hochverschlüsselt redundant gespeichert. Treuhandmodelle sorgen teilweise sogar dafür, dass der Zugriff durch Strafverfolgungsbehörden etwa aus den USA unmöglich wird. Wenn in einer solchen Infrastruktur personenbezogene Daten, also von Kunden, verarbeitet werden, sind Unternehmen nach der Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, für die Einhaltung eines hohen Schutzniveaus verantwortlich. Schon deshalb ist es ratsam, sich für Anbieter zu entscheiden, die ihre Rechenzentren in Deutschland betreiben. Das erleichtert eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen direkt vor Ort. Beim Serverstandort im Ausland ist das so nicht möglich.

Cloud-Infrastrukturen sind überlegen 

Sicherheit spielt aber nicht nur bei der Speicherung der Daten eine wesentliche Rolle. Gefürchtet sind sogenannte „Man-in-the-middle-Angriffe“, wobei Angreifer versuchen, die Wegstrecke beim externen Zugriff auf die im Rechenzentrum gespeicherten Informationen abzugreifen. Das kann aber verhindert werden, wenn der Übertragungsweg vollständig verschlüsselt wird. Der Austausch zwischen dem Rechner eines Mitarbeiters und dem Server kann etwa mittels einer VPN-Verbindung, häufig als VPN-Tunnel bezeichnet, vor externen Zugriffen abgesichert werden. Premiumanbieter bieten diese VPNs gleich bei der Buchung von Cloud-Ressourcen mit an.

CIO und IT-Verantwortliche wissen, dass mit jedem Prozentpunkt in Hinblick auf die Verfügbarkeit von Daten und Services die Kosten dafür proportional steigen. Zugriff rund um die Uhr an 365 Tagen des Jahres bei einer Ausfallsicherheit von über 99 Prozent bieten viele Cloud-Anbieter automatisch in ihren Tarifen. Eine solche Verfügbarkeit als On-Premises umzusetzen, ist technologisch anspruchsvoll und vor allem kostenintensiv.  

Die Cloud kann dem eigenen Rechenzentrum deutlich überlegen sein, wenn ein potentieller Anbieter genau unter die Lupe genommen wird. Dies sollte alle Aspekte des Angebots umfassen. Denn ein Provider, der aus Kostengründen am Ende wieder auf die Infrastruktur von Amazon (AWS) oder Google zugreift, macht sich von diesen Unternehmen abhängig – bei gleichzeitigem Verlust der Datenschutzhoheit.  

Wie groß diese Abhängigkeit inzwischen vielerorts ist, lässt sich daran erkennen, wenn es rund um die Rechenzentren der US-Unternehmen einmal wieder einen Stromausfall gegeben hat. Für private Nutzer ist es nur ärgerlich, wenn der Streaming-Anbieter der Wahl Probleme hat, oder auf die, auf der Internetfestplatte gespeicherten, Dokumente kein Zugriff besteht. Für Unternehmen wird so etwas schnell zu einer kostspieligen Katastrophe.

Datenflut unter Kontrolle: EAN, Barcodes, Abmessungen und das Digital-Asset-Management

Omni-Channel-Strategien, der Siegeszug der Plattformwirtschaft, immer mehr Marktplätze und eine größer werdende Zahl an Touchpoints mit den Konsumenten: Die Welt für Handel und Markenhersteller wird komplexer und kleinteiliger. Die Bedeutung eines „Rohstoffs“ wird häufig erst dann sichtbar, wenn das Unternehmen mit den Auswirkungen der Komplexität zu kämpfen hat. Produktdaten, die Informationen rund um die vertriebenen Waren, werden in jedem Kanal und entlang vieler Prozessketten (Wertschöpfungskette/Supply Chain) benötigt.

Artikelbeschreibungen, EAN, Barcodes, Abmessungen oder Produktbilder sind einige Beispiele für solche Daten. Produktinformationen inklusive der dazugehörigen technischen Datensätzen sowie das sogenannte Digital-Asset-Management müssen für alle Kanäle aktuell und in granularer Form zur Verfügung stehen. Aber jeder Kanal verlangt eine abweichende Aufbereitung. Wer international verkauft, braucht diese Daten zusätzlich in anderen Sprachen. Ein enormer Aufwand, die Produktdaten nicht nur zur Verfügung zu stellen (für Distributoren, Dienstleister, Agenturen usw.), sondern deren Qualität zu überwachen. Genau das leistet ein Product Information Management, auch PIM-System. Es spart dem Marketing, Produktmanagement und Vertrieb viel Arbeit. Nur ein Beispiel: Wie oft müssen Produktbilder an Partner, Agenturen und Dienstleister zur Produktion von Werbemitteln, Postings für digitale Kommunikationskanäle und Marktplätze zusammengestellt werden? In einem PIM werden diese Assets zentral verwaltet. Und sie liegen dort stets in der aktuellen Fassung vor. Moderne Systeme können zudem über angedockte Cloud-Infrastrukturen unterschiedliche Kanäle beliefern – die Performance der Systeme sowie die Aktualität der Datensätze setzen dabei neue Maßstäbe und somit die Möglichkeit, die erwähnten neuen Geschäftsideen zu berücksichtigen.

Vorteile des Zusammenspiels zwischen PIM & CloudDie zentrale Datenspeicherung in einem Rechenzentrum garantiert höchste Sicherheitsstandards und Qualitätsansprüche.

Ein speziell auf die Cloud-basierendes PIM vereint die Vorteile beider Welten. Es muss keine Hardware angeschafft werden, eine Installation auf eigenen Maschinen entfällt. Das entlastet die IT-Abteilung und die Verantwortlichen, weil keine weiteren Spezialisten benötigt werden, oder Administratoren geschult werden müssten. Natürlich vereint das PIM in der digitalen Wolke auch die beliebten Vorzüge einer On-Premises-Lösung, als Beispiel ist unser hauseigenes Enterprise-Product-Information-Management-System zu nennen. Ein weiterer Vorteil einer Cloudlösung; Unternehmen können die Vorteile, wie oben bereits erwähnt, anderer Anwendungen mit einem Product Information Management verknüpfen. So ist es möglich, relevante Datensätze und Informationen mittels Data Store performant in Echtzeit vorzuhalten - via Cloud sogar weltweit.  

Und dank der zentralen Datenspeicherung in einem Rechenzentrum, das höchste Qualitätsansprüche erfüllt, sind die unternehmenskritischen und sensiblen Produktdaten ausfallsicher und hoch verfügbar vorhanden. Im direkten Vergleich mit On-Premises-Lösungen wird die Datensicherung vereinfacht, da die gespeicherten Cloud-Daten vor Ort gesichert werden.

Das PIM funktioniert unmittelbar nach der Einrichtung der Benutzer, die darauf zugreifen sollen. Zeitaufwändige Konfigurationsarbeiten auf einem eigenen Server entfallen also. Und beim Zugriff auf die gespeicherten Daten über externe Kanäle nutzt das PIM verschlüsselte Wegstrecken. Die kostbaren Informationen bleiben vor unbefugten Dritten geschützt. Dank der Cloud greifen die Mitarbeiter jederzeit und von jedem Ort aus auf die Produktdaten zu, egal, für welchen Zweck diese benötigt werden.

Product Information Management und Cloud sind somit die perfekte Verknüpfung und lokal installierten Lösungen eindeutig überlegen.

 

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