Björn Bayard spricht im Interview über GDSN und PIM-Systeme.

Im Interview: Partner Bayard Consulting über GDSN, PIM und Anforderungen an die Stammdatenqualität

Was sind die wichtigsten Herausforderungen bei der Produktdatensynchronisierung? Warum ist die Qualität der Produktdaten so entscheidend? Diese und andere Fragen beantwortet unser Partner Bayard Consulting – speziell im Hinblick auf Global Data Synchronisation Network (GDSN) und Product Information Management (PIM).

Vor welchen Herausforderungen stehen heutzutage Kunden, Lieferant wie auch Händler? Welche Probleme gilt es, bezogen auf PIM und GSDN, zu lösen?

Im Zeitalter von E-Commerce, Nachhaltigkeit und dem individuellen Wohlbefinden (Self-Care) verlangt und erwartet der Konsument immer mehr Produktinformationen, bevor er Kaufentscheidungen trifft. Auch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung von Produktion, Logistik, Einkauf sowie die sich immer weiter entwickelnde Regulierung stellen kontinuierlich höhere Anforderungen an die Qualität der Produktinformationen. Neben der korrekten internen Verarbeitung der Produktinformationen, steht der Handel auch vor der Herausforderung, die immer umfangreicheren Produktinformationen bei seinen Lieferanten effizient und qualitätsgeprüft einzusammeln. Hierfür ist das von der GS1 weltweit standardisierte GDSN (Global Data Synchronisation Network) für viele Branchen die perfekte Lösung. Das GDSN ist mittlerweile seit über 15 Jahren etabliert, der Austausch ist standardisiert und wird regelmäßig an die neuen Anforderungen angepasst. Das GDSN stellt dabei nicht nur die grundlegenden Datenaustausch-Mechanismen zur Verfügung, sondern stellt auch die grundlegende Datenqualität sicher. Die Industrie- beziehungsweise Lieferantenseite ist natürlich mit den gleichen Anforderungen des Konsumenten und von Produktion, Logistik und Einkauf und Verkauf konfrontiert. De facto sind produzierende wie auch liefernde Industrien heutzutage nur noch mehr herausgefordert, da sie ja die Produktinformationen erstellen müssen und dabei dann auch noch den Anforderungen ihrer Kunden in Bezug auf Datenumfang, -strukturierung, -formate und -protokolle gerecht werden müssen. Heutzutage ist es für die gesamte Industrie nicht mehr möglich diese Anforderungen effizient und zur Zufriedenheit ihrer Kunden und der Konsumenten zu managen und umzusetzen – zumindest nicht ohne Beratung durch die auf Produktinformationen spezialisierte Experten; und ohne ein Produkt Information-Management-System (PIM) wird ein solch globales Unterfangen zur unlösbaren Aufgabe.

Das Global Data Synchronisation Network (GDSN) ermöglicht es Handelspartnern, weltweit vertrauenswürdige Produktdaten auszutauschen. Wie sieht das in der Praxis aus; wie muss man sich den Austausch zwischen den Partnern vorstellen?

Grundsätzlich ist der Prozess sehr einfach: Der Lieferant erstellt und managt seine Produktinformationen in seinem PIM-System und publiziert die vollständigen Produktinformationen über seinen GDSN-Datenpool. Der Händler beziehungsweise Datenempfänger subskribiert die Daten und erhält diese von seinem Datenpool ausgeliefert. Die Herausforderungen beginnen dann, wenn die Qualität der Produktinformationen des Lieferanten nicht ausreichend ist. Im GDSN gibt es genau für solche Herausforderungen mehrere Stufen, auf denen Datenqualitätsanforderungen definiert und geprüft werden. Bei der Einlieferung der Daten im GDSN-Datenpool erfolgt die Datenqualitätsprüfung gemäß den grundlegenden GDSN-Regeln. Dann gibt es noch für die meisten Zielmärkte marktspezifische Regeln hinsichtlich der Datenqualität; die ebenfalls geprüft werden. Und -last but not least- können die Datenempfänger eigene Datenqualitätsregeln definieren, prüfen und die Ergebnisse automatisiert an den Datenlieferanten zurücksenden. Und wie wichtig die GSDN-Datenqualität ist, zeigt sich in der weltweiten Akzeptanz: So etablieren sich derzeit in einigen Ländern Datenqualitätsprüfungen, die vom Handel zur Pflicht gemacht werden und die über das GDSN angesprochen werden können. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass alle Beteiligten ein professionelles Management ihrer Produktinformationen etablieren und nach Möglichkeit ein „first time correct“-Prinzip etablieren – welches, wie bereits erwähnt, ohne PIM und entsprechende Organisation sowie Prozesse praktisch nicht zu erreichen ist.

Welche Vorteile hat ein GSDN-Datenpool generell und welche Hervorzuhebenden stehen für die Bayard Consulting Group?

Der größte Vorteil als Hersteller oder Lieferant für die Nutzung eines GDSN-Datenpools ist es, dass man je nach Branche über eine Schnittstelle alle relevanten Händler weltweit erreichen kann. Gerade in der -Fast Moving Consumer Goods-, kurz FMCG-Branche, ist GDSN heute weltweit etabliert und als Hersteller, der weltweit Handelskunden beliefern muss, ist dies eine große Erleichterung. Wir als Bayard Consulting Group sehen unsere Alleinstellung darin, dass wir nicht nur den Zugang zum GDSN über unseren Datenpool -b-synced- anbieten, sondern dass wir insbesondere auch beraten; wie etwa interne Organisation, Prozesse und zu guter Letzt die IT einschließlich eines PIM-Systems aufgesetzt sein sollten, um den jeweiligen Geschäftspartnern qualitativ hochwertige Produktinformationen zu liefern. Und wir enden dann auch nicht bei der Beratung, sondern übernehmen auch von A bis Z die Umsetzung. Genau das versuche ich potentiellen Kunden grundsätzlich deutlich mit auf dem Weg zu geben – die eigentliche Herausforderung beim Austausch von Produktinformationen ist nicht alleine GDSN, vielmehr das interne Management der Produktinformationen. Und das gilt sowohl für Hersteller und Lieferanten als auch für den Handel. Beratung und Implementierung rund um die Themen PIM, MDM (Master Data Management) und GDSN – das ist unser Kerngeschäft und gleichzeitig unser Alleinstellungsmerkmal.

Führt man die Begrifflichkeiten GDSN und PIM projekttechnisch zusammen, begegnet man zwangsläufig dem Thema Stammdatenqualität. Was beschreibt eigentlich die Stammdatenqualität und wie ergänzen sich dahingehend die anfangs genannten Akronyme?

Das GDSN fordert eine bestimmte Qualität von Stammdaten und prüft diese über diverse Validierungsregeln. Dabei sind drei Parameter entscheidend: Vollständigkeit, Korrektheit und Aktualität der Produktinformationen. Über entsprechende Datenmodelle und eigene Validierungen kann im PIM vorab die benötigte Datenqualität hergestellt werden; das wiederum begünstigt die richtige Bereitstellung von Artikelstammdaten im GDSN – gleich dem Motto: Dataquality is the Key.

 

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